Keine Frage, die Legende lebt. 1972 hatte Kawasaki mit der Z900 "Z1" einen Meilenstein gesetzt. Mit den aktuellen Z1000 und Z750S Modellen wird die Tradition dieses Jahrhundert Bike fortgesetzt.

Bereits im Frühjahr 1973 waren die Experten von "Das MOTORRAD" mit einer den ersten Testmaschinen vom damaligen Importeur Louis in Hockenheim auf der Strecke. Lucke Braun und Franz Josef Schermer scheuchten den Wetzhobel gnadenlos über die GP-Rennstrecke. Eine Sportmaschine mit solchen Fahrleistungen hatte es bis dahin noch nicht gegeben. Beschleunigung und Topspeed setzten vollkommen neue Maßstäbe, die "Schallmauer" von 200 Sachen knackte die "Z1" mit links. Und weil es damals, abgesehen von der Münch Mammut, nichts Schnelleres und Stärkeres gab, war für reichlich Diskussionsstoff gesorgt. Dass Kawasaki sauschnelle Dreizylinder-Zweitaktmaschinen bauen konnte, wusste eigentlich jeder. Wir erinnern uns nur an die 500er "Mach III" und die 750er "Mach IV". Aber mit diesem granatenmäßigen dohc-Viertakt-Bike betraten die Japaner Neuland. Vergleichbare Modelle gab es weder im eigenen Angebot, noch bei der Konkurrenz. Kawasaki war aber nicht nur der kleinste, sondern auch der jüngste japanische Motorradhersteller. Das erste ernst zu nehmende Bike war 1965 die A1 Samurai. Es war ein 31 PS starker 250er drehschiebergesteuerter Zweizylinder-Zweitakt Feuerstuhl. Und das war, vom Frühjahr 1973 zurück betrachtet, gerade mal acht Jahre her. Auf eine langjährige Motorradbau-Tradition, wie sie zum Beispiel Harley-Davidson, BMW oder Moto Guzzi hatte, konnten die Kawa-Konstrukteure nicht zurück blicken. Und genau hier lag ihr riesiger Vorteil. Sie brauchten sich nicht nach bestehenden Modellnormen zu richten, sie hatten bei der Entwicklung ihrer "Z1" vollkommen freie Hand, frei nach dem Motto: "Machen was machbar ist". Die "Z1" wurde zum Erfolg, zum Weltschlager. Über 30 Jahre später gibt es die Z-Baureihe immer noch, mit 750 und 1000 ccm.

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